Wer macht was? Ein Kurzüberblick.

Wollen Sie mehr über die Unterschiede zwischen der Arbeitsmedizin und der typischen Arbeit als Haus- oder Kassenarzt wissen, dann nehmen Sie sich etwas Zeit und lesen die folgenden  Ausführungen dazu:

 

Gesundheit und Arbeitsfähigkeit spielen für jeden Einzelnen in unserer Gesellschaft eine immer größer werdende Rolle. Vor diesem Hintergrund wird das Thema Prävention daher zu einer tragenden Säule im Gesundheitssystem. Der Betriebsarzt der Zukunft übernimmt dabei den Part eines Gesundheitsmanagers, er allein berät Betriebe in allen Fragen des betrieblichen und vorbeugenden Gesundheitsschutzes. Ich sehe es als meine Aufgabe an, mit meiner Expertise die Gesundheit, die Leistungs- und Beschäftigungsfähigkeit der Belegschaft zu erhalten und zu fördern. Das Erkennen von gesundheitlichen Risiken - insbesondere von arbeitsbedingten als auch privaten - erfolgt nicht zum Selbstzweck, sondern ist von Handlungsanleitungen für die Betroffenen mit Maßnahmen zu deren Verbesserung oder Beseitigung begleitet.

Von der Erfassung und Gestaltung der Arbeitsbedingungen bis hin zur Betreuung und Beratung von Mitarbeitern ist der Arbeitsmediziner gefragt. Neben der beratenden Unterstützung des Arbeitgebers zur alters- und alternsgerechten Arbeitsplatzgestaltung ist es ebenso wichtig, die Beschäftigten zu gesundheitsbewußtem Verhalten zu motivieren und den Weg dazu aufzuzeigen. Hier ist die Gefährdungsbeurteilung zu psychischen und physischen Belastungen hilfreich.

Arbeitswelt im Wandel - Psychosoziale Gesundheit

Die Arbeitswelt ändert sich fundamental. Organisation und Bedingungen der Arbeit wandeln sich in einem atemberaubenden Tempo. An dieser Nahtstelle zwischen Arbeit und Gesundheit, aber auch Krankheit und Arbeitsfähigkeit des Menschen muss sich die Arbeitsmedizin den neuen Herausforderungen stellen.

Ich habe in den letzten gut zwei Jahrzehnten als praktisch tätiger Werkarzt die Entwicklung einiger Groß- und mittelständischer Betriebe hautnah mitverfolgen und gestalten können und kenne die Probleme somit aus erster Hand.

TOP 1 in vielen Betrieben: Zwang zu schnellen Entscheidungen, hohe Verantwortung, Zeitdruck und zwischenmenschliche Probleme. Diesen psychosozialen Aufgaben habe ich mich als Werkarzt in den letzten Jahren verstärkt zugewendet und das Thema in die Führungsetagen hineingetragen. Denn psychische und soziale Belastungen am Arbeitsplatz, Streß, angespanntes Arbeitsklima oder ungelöste Konflikte sind immer häufiger Auslöser für psychische Krankheiten. Nicht von ungefähr nahmen diese in den letzten Jahren sprunghaft zu und sind inzwischen für fast jeden zehnten Ausfallstag verantwortlich bei einer 80%-igen Zunahme seit 1995!

Mein Berufsbild in ständigem Wandel:

Ich habe Medizin studiert und zeigte früh Interesse für die Gesundheitsvorsorge, sehe mich heute  mehr als Präventionsexperte denn als Behandler von Krankheiten. Ich sehe meine Aufgaben als Moderator und Problemlöser, Projektmanager, Berater für Mitarbeiter und Führungskräfte in Sachen betrieblicher Gesundheit. Als ich mit dem Studium abschloß, sprach niemand von Bossing, Mobbing, Coaching, Burnout, Entgrenzung oder ähnlichem. Das spannende an meinem Beruf ist, daß sich mein Berufsbild mit der Arbeitswelt mit verändert und meine Aufgaben darum dynamisch mitwachsen. Ohne eine regelmäßige Fortbildung könnte ich meinem Anspruch, für Sie immer mit dem Neuesten dienen zu können, nicht gerecht werden.

Fragen Sie mich, wenn Sie zu den oben angesprochenen spannenden Themen Fragen haben, diese obige Aufzählung ist sicher nur ein wichtiger Teilaspekt meiner täglichen Arbeit, befindet sich wie diese immer im Wandel.

Da es förderlich für die Gesundheit ist,
habe ich beschlossen GLÜCKLICH zu sein!

(Voltaire)

Dr. med. Johann I. Gips

Näheres erfahren Sie, wenn Sie die Links verfolgen.
 

Der Allgemeinmediziner, der klassische Behandler

Im Unterschied zum Arbeitsmediziner beschäftigt sich der Hausarzt mit der Behandlung von Erkrankungen oder dem Kurieren von Symptomen.

Die Fragen nach dem "Warum ist der Patient krank geworden" ? oder nach dem "Worin liegen die Ursachen für die Erkrankung" ? stehen dabei mehr außen vor und nicht im Mittelpunkt des Arzt-Patienten-Verhältnisses wie in der Arbeitsmedizin.

Krankschreibungen, die Verschreibung von Medikamenten und Heilmittel, die Einweisungen in Kliniken und Verordnungen von Rehamaßnahmen sind Schwerpunkte der Allgemeinmedizin.
 

Umweltmedizin

Dieses kleine neuere Fachgebiet der Medizin beschäftigt sich mit den Auswirkungen unserer Umwelt und Umweltbelastungen auf die Gesundheit des Menschen.
Im Blickpunkt stehen dabei Luft, Wasser, Ernährung, Klima, Strahlung, Wohnsituation, Arbeitsplatz, Gefahrenstoffe, Gifte u. ä.

Eine große Rolle in der Umweltmedizin spielen Allergien, Krebserkrankungen, Lungen- und Hautkrankheiten, ebenso die Klimaforschung und die modernen Umweltbedingungen und - belastungen des Menschen.